Blockchain soll die Supply Chain revolutionieren

Mehr Sicherheit und Transparenz

Durch die Blockchain-Technologie sollen die benötigen Informationen schneller, sicherer und transparenter zur Verfügung gestellt werden. Die Technologie fördert die Rückverfolgbarkeit aller vor- und nachgelagerten Supply Chain-Operationen, stellt die Einhaltung verschiedener Vorschiften sicher und schafft Vertrauen. Dadurch ist die Technologie insbesondere für die Pharmaindustrie interessant, da diese stetig bestrebt ist, mehr Transparenz und Sicherheit in der Supply Chain zu schaffen. In der Lebensmittelindustrie entsteht die Forderung vor allem durch das gesteigerte Verbraucherbewusstsein (Consumer awareness). So möchte heute der Kunde wissen, woher die Lebensmittel kommen und welche Zutaten verarbeitet wurden.

Um die geforderte Transparenz zu erfüllen, kommt der Blockchain-Technologie mit ihren Eigenschaften eine wichtige Bedeutung zu. Die Blockchain ist ein dezentrales, verteiltes Datenbanksystem, in dem Transaktionsdaten in Echtzeit über das Netzwerk synchronisiert werden. So erhält jeder Teilnehmer des Blockchain-Netzwerks die aktuellsten Transaktionsdaten, sowie die gesamte Historie aller Transaktionen, die in der Blockchain gespeichert wurden. Durch die dezentrale Verteilung und ständige Synchronisation der Daten sind diese nur schwer zu manipulieren. 

Projektteam am Start

Um die Potentiale für die Supply Chain Transparenz erschliessen zu können, bedarf es noch einiger Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Aus diesem Grund wurde das Innosuisse Projekt «Blockchain und IoT-basierte Supply Chain-Transparenz und –Automatisierung» am Institut für Supply Chain Management in St. Gallen gestartet. Ziel des Projektkonsortiums ist es, ein Verfahren zur Auswahl und Implementierung geeigneter Lösungen für Supply Chain-Transparenz zu entwickeln. Weiter soll die Sicherstellung von Statusinformationen entlang der gesamten Lieferkette mit Hilfe der Blockchain-Technologie behandelt werden. Auf Basis der End-to-End Statusinformationen sollen dann einzelne Supply Chain Prozesse durch den Einsatz von Smart Contracts automatisiert werden.

Innosuisse fördert das Projekt für die nächsten 2 Jahre. Hauptumsetzungspartner ist das junge Züricher Unternehmen Modum, dass IoT- und Blockchain-basierte Lösungen für das Supply Chain Monitoring in der Pharmaindustrie anbietet. Weitere Projektpartner sind das Pharmaunternehmen Vifor Pharma, das Lebensmittelunternehmen Hilcona, der Logistikdienstleister Grieshaber Logistics Group AG, GS1 Switzerland und die SAP (Schweiz) AG. 

Das Projektkonsortium freut sich auf die Zusammenarbeit, um den Ruf nach Transparenz und Offenlegung der Informationen zu entsprechen und blickt gespannt auf die ersten Ergebnisse.

 

Quelle: Institute of Supply Chain Management, University of St.Gallen (HSG) | Dufourstrasse 40a | CH-9000 St. Gallen

 

Ihr Ansprechpartner:

marketmanagement@grieshaber-group.com

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